Migrantinnen und Migranten

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Migranten und Migrantinnen werden als Personen gefasst, die selbst oder deren Vorfahren aus einem anderen Staat nach Deutschland zugewandert sind. Hierzu zählen die „ausländische Bevölkerung“, „Eingebürgerte“ und „Personen mit Migrationshintergrund“.

Beim Migrationshintergrund wird dabei mehrheitlich auf das Konzept einer innerfamiliären Migrationserfahrung Bezug genommen. Dazu zählen erstens alle nach 1949 nach Deutschland Zugewanderten, also Personen mit eigener Migrationserfahrung. Zweitens sind Personen beinhaltet, die in Deutschland geboren wurden, aber keine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Häufig werden diese als „Ausländer“ oder „Ausländerin“ benannt. Drittens werden ebenfalls in Deutschland Geborene mit zumindest einem zugewanderten Elternteil oder einem Elternteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit eingerechnet. Seit 2005 werden vom Statistischen Bundesamt im Rahmen des Mikrozensus die Daten entsprechend dieser Unterscheidung differenziert erhoben.

Oft wird ein engeres Konzept von Migrationshintergrund verwendet. Dann werden beispielsweise nur Zugewanderte und Personen, bei denen beide Elternteile keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, einbezogen.

Viele Daten in Deutschland werden bisher nur nach „deutsch“ und „nicht-deutsch“ differenziert, wie z. B. die amtliche Bildungsstatistik. Dadurch werden Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit und eigenem oder innerfamiliären Migrationshintergrund nicht erfasst.

Hinsichtlich der sozialen Integration von Migrant/inn/en bestehen Geschlechterunterschiede, und es müssen verschiedene Trends für verschiedene Altersgruppen und Arten von Migrationshintergrund beachtet werden. Trotz eines positiven Trends bei den Schulabschlüssen, hat sich z. B. bei der beruflichen Bildung weder für junge Frauen noch für junge Männer mit Migrationshintergrund in den letzten Jahren etwas Wesentliches verändert.
Der Übergang von der Schule in die berufliche Bildung gestaltet sich für junge ausländische Männer und Frauen bspw. schwieriger als für Deutsche. Und da insgesamt ein Großteil der Migrant/inn/en keine berufliche Ausbildung hat, sind sie auf dem Arbeitsmarkt schlechter integriert. Das trifft auf Migrantinnen in viel höherem Maße zu als auf Migranten. Zudem zeigt sich analog zu Deutschen ohne Migrationshintergrund eine vertikale und horizontale Geschlechtersegregation des Arbeitsmarktes.

Die Expertise "Soziale Integration von Migrantinnen und Migranten" gibt einen Überblick über die Gender-Aspekte in diesem Themenfeld.
Expertise "Soziale Integration von Migrantinnen und Migranten"

Im Folgenden sind Daten nach diesen unterschiedlichen Definitionen in voneinander abgegrenzten Kategorien zusammengestellt. Sie finden hier zu den Bereichen „Bevölkerung“, „Allgemeine Bildung“, „Berufliche Bildung“ und „Arbeitsmarkt“ sowohl regelmäßig aktualisierte Daten als auch themenbezogene Studien.


Kategorieauswahl:

 

Erläuterungen

  • Der Mikrozensus ist die amtliche Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland; ausführlicher dazu siehe
    Link.

  • Rohdaten (Primärdaten) sind die Daten, die unmittelbar nach einer Datenerhebung vorliegen.

  • Als Grad der Behinderung (GdB) werden die Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach Zehnergraden bis 100 abgestuft festgestellt. Menschen mit einer anerkannten Behinderung können z. B. besondere Hilfen erhalten, die im SGB IX festgelegt sind, und haben im Rahmen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ggf. Anspruch auf Sonderurlaub und einen speziellen Kündigungsschutz.